Steuerliche Entlastung auch für Vereine!

Alle Veränderungen gelten bereits für das Steuerjahr 2009 rückwirkend.

Die über Jahre hinweg geltenden Freibeträge werden bei der Körperschaftsteuer von bisher 3.835 € auf 5.000 € (§ 24 KStG) angehoben. Der Gewerbesteuer-Freibetrag von bisher 3.900 € wird ebenfalls auf 5.000 € angepasst. Soweit hierdurch der Gewerbeertrag unterhalb des Freibetrags bleibt, muss keine Gewerbesteuererklärung abgegeben werden (§ 11 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 GewStG, § 25 GewStDV). Zudem werden die Freibeträge für Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften sowie für die in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Vereine bereits ab 2009 von 13.498 € auf 15.000 € pro Jahr angehoben (§ 25 KStG).

Natürlich ist jede Steuerentlastung für Vereine und Verbände zu begrüßen. Endlich wird damit auch die Gleichstellung der Freibeträge für die Körperschaft- und Gewerbesteuer erreicht. Die relativ bescheidene Anhebung wird aber sicherlich nicht unbedingt gleich zu einer gebotenen Anpassung von Steuervorauszahlungen führen. Tangiert werden ohnehin nur Vereine, die im Brutto-Umsatz ihrer steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe über 35.000 € pro Jahr liegen. Diese Brutto-Einnahmengrenze gilt bereits seit 2007 in dieser Höhe. Liegt der Verein darunter, hat das zunächst keine ertragssteuerlichen Konsequenzen. Nur bei Überschreitung der Freigrenze von 35.000 € ist die Gewinnermittlung notwendig, unter Abzug des Freibetrags von 5.000 € ab 2009 fällt dann beim festgestellten Gewinn die 15prozentige Körperschaftsteuer an.